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Wordpress Shop erstellen - Schritt für Schritt

WordPress online shop aufsetzen

WordPress hat sich als einfaches und leistungsstarkes Content Management System (CMS) bewährt. Einer der großen Pluspunkte ist die Erweiterbarkeit des Systems. Immer wieder soll es deshalb auch dazu genutzt werden, um einen WordPress Online Shop zu erstellen. Wir zeigen Dir, welche Möglichkeiten Du hast, um ein solches Vorhaben umzusetzen.

WordPress Online Shop erstellen: Die zwei grundsätzlichen Alternativen

Grundsätzlich existieren zwei Optionen, wie Du unter WordPress einen Online Shop erstellen kannst. Erstens kannst Du ein Plug-in nutzen und Deine Webseite um Shop-Funktionalitäten erweitern. Zweitens verbindest Du WordPress mit einem externen Shop-System. Für beide Varianten stehen einige Lösungen zur Auswahl. Als Plug-ins kannst Du neben dem bekannten WooCommerce beispielsweise Angebote wie Ecwid oder MarketPress nutzen. Als externe Shop-Systeme zur Verbindung mit WordPress bieten sich Lösungen wie Magento oder Shopware an.

Mit WooCommerce einen WordPress Online Shop erstellen

WooCommerce gilt gemeinhin als eines der stärksten Online Shop-Plug-ins, weil es von Grund auf dafür entwickelt wurde, um unter WordPress. Die Lösung zeichnet eine ausgesprochen Flexibilität aus. Zudem hast Du Zugriff auf Hunderte kostenloser sowie kostenpflichtiger WordPress-Erweiterungen. Das Resultat: Mehr als 30 Prozent aller Online Shops arbeiten mit WooCommerce. Wenn Du mit WooCommerce einen WordPress Online Shop erstellen möchtest, gelingt dies innerhalb weniger Minuten. Dafür sind nur acht Schritte notwendig:

  1. Logge Dich bei WordPress ein.
  2. Rufe den Reiter für "Plug-ins" auf (linke Navigationsleiste).
  3. Finde über das Suchfeld "WooCommerce".
  4. Wähle "Jetzt installieren" aus.
  5. Nach Ende der Installation wähle "Aktivieren".
  6. Betätige "Update Translation", um die deutsche Sprachversion einzuspielen.
  7. Aktualisiere die Webseite - jetzt sollte das Backend von WooCommerce zu sehen sein.
  8. Starte den Einrichtungsassistenten des Plug-Ins, um Deinen Shop nach Deinen Vorstellungen weiter zu konfigurieren.

Die Vor- und Nachteile von WooCommerce

Vorteile

  • Kostenlose Basis-Version
  • Mehrere Hundert-Erweiterungen
  • Einfache Installation
  • Zahlreiche individuelle Gestaltungsmöglichkeiten über Themes und Layouts
  • Umfangreiche Unterstützung bei der Suchmaschinenoptimierung.
Nachteile

  • Zahlreiche Funktionen nur über die kostenpflichtige Premium-Version verfügbar
  • Plug-in ist primär auf den US-Markt ausgerichtet. Für den deutschen Markt müssen fast zwingend spezielle Erweiterungen wie "WooCommerce Germanized" eingesetzt werden
  • Marketing-Instrumente sind kaum "ab Werk" an Bord, sondern müssen separat erweitert werden
  • Die Artikelübersicht kann schnell unübersichtlich werden

Mit Magento einen WordPress Online Shop erstellen

Magento ist eines der größten eigenständigen Online Shop-Systeme überhaupt. Tatsächlich existiert sogar ein spezielles Plug-In für WordPress, das sich ähnlich wie das von WooCommerce nutzen lässt. Du kannst alternativ das System aber auch direkt mit WordPress verbinden. Hierfür kommt die REST API (Representational State Transfer Application Programming Interface - Programmierschnittstelle zum Datentransfer) zum Einsatz. Du kannst Inhalte von WordPress-Seiten wie z.B. Bilder direkt in Deinen Magento Online Shop einspielen. Der Einsatz der Schnittstelle ist einfach. Du musst lediglich das Plug-in "WP REST API" installieren, wenn Du nicht mindestens mit Version 4.7 arbeitest. Ab dieser Lösung ist die Schnittstelle automatisch an Bord. Unter der URL http://domain.tld/wp-json (für "domain" gibst Du die Adresse von Deinem Magento Shop ein) kannst Du testen, ob es funktioniert. Die Seite sollte die Basisdaten von Deiner WordPress-Version anzeigen. Anschließend kannst Du über die passenden Befehle entscheiden, welche Inhalte eingebunden werden sollen.

Vor- und Nachteile von Magento im Zusammenspiel mit WordPress

Vorteile

  • Optimierte Systeme für die Kernanforderungen (Shop und Content-Verwaltung)
  • Getrennte Rollen und Rechte können vergeben werden
  • Nur bestimmte Aufgabenbereiche können an Magento vergeben werden, wie beispielsweise der Check-Out
  • Mehr Übersichtlichkeit
  • Content-Marketing und Produktplatzierung lassen sich ideal verbinden
Nachteile

  • Zwei Systeme müssen gepflegt werden
  • Entwicklungskosten sind höher
  • Es müssen aufwendig Verknüpfungen für eine einheitliche Navigation erstellt werden
  • Magento verlangt einen relativ hohen Einarbeitungsaufwand

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